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Wir waren dabei – mit einem Bierchen, Smartphone, Stift und offenen Augen. Hier unser Bericht aus der Lanxess Arena!

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Metallica Pop-Up Store in Köln

Fan-Wochen in der Domstadt! Bisher kamen nur wenige Fans auf den amerikanischen Dates der WorldWired-Tour in den Genuss eines Metalllica-Fanshops. Die nur drei bis vier Tage geöffnenten „Pop-Up-Stores“ bringen relativ günstiges Merchandise mit, das sich nicht auf die aktuelle Welttournee beschränkt. Köln ist hierbei ein besonderer Glückpilz – es gibt nur drei Stores auf der gesamten Europa-Tournee der Band, die beiden anderen eröffnen in London und Kopenhagen. Mit anderen Worten: nichts wie hin. Dekoriert mit Flaggen aus verschiedenen Kontinenten hat theoretisch jeder kreative Metallica-Fan die Chance, sein Kunstwerk mit diesem reisenden Laden weltweit auf Tour zu schicken. Wir waren natürlich direkt am ersten Tag um 12.01h vor Ort.

 

Warm werden mit Kvelertak

Donnerstag hin oder her – schon der erste Abend der beiden Köln-Shows hat die Lanxess Arena ansehnlich gefüllt. Nach einem kurzem Intro betreten Kvelertak mit Åpenbaring von ihrem 2013er Album Meir die Center Stage. Schlagzeuger Kjetil Gjermundrød humpelt mit Krücken auf die Bühne und wird in den nächsten 45 Minuten nicht durchscheinen lassen, dass er eigentlich verletzt ist – Respekt. Sowieso greifen die Norweger beim Kölner Publikum frontal an. Wie schon in den Metallica-Shows in Paris und Amsterdam betritt Sänger Erlend Hjelviksind die Bühne mit einer Nachteule-Maske auf dem Kopf. Der Frontmann erinnert mit seiner wilden Gestik an einen 30 Jahre jüngeren Ozzy Osbourne und verbringt die längeren Instrumentalstrecken seiner Band meist hart bangend am Bühnenrand.

Kvelertak sind mit ihrem stilsicheren Mix aus Classic-Rock-Elementen, gedoppelten 70er-Gitarren und eingestreuten Blastbeats ein Hoffnungsträger für geschichtsbewussten, aber modern klingenden Metal geworden. Damit nutzen sie auch ein Erfolgsrezept des großen Headliners selbst. Sie empfehlen sich daher doppelt als Support-Act für sämtliche Europa-Dates der Worldwired-Tour und enttäuschen heute nicht. Das Material von Kvelertaks letztem Album Nattesferd entfaltet seine Stärke vor allem in der aufwändigen Gitarrenarbeit, die sich zwischen frühen Van Halen-Platten, Punk’nRoll, Black Metal, pumpenden Bass-Patterns und poppigen Gitarrenlicks austobt. Für diese Soundkulisse bringen Kvelertak gleich drei Gitarristen mit, deren Zusammenspiel beeindruckt. Die keifenden Vocals von Hjelviksind sind dabei nicht jedermanns Sache. Im Sound der Lanxess Arena kommen sie vor allem auf den Rängen als gut durchgerührter Matsch an. Dennoch haben Kvelertak heute sicher einige neue Fans hinzugewonnen und verlassen nach einer ziemlich verschwitzen Show unter Applaus die Arena.

Motten und Drohnen

Der Headliner Metallica beeindruckt bereits, bevor die standesgemäßen AC/DC- und Ennio Morricone-Intros erklingen. Dann geht unter Riesen-Jubel in der Lanxess-Arena das Licht aus. Die nicht gerade preiswerten Tickets für Metallica haben große Erwartungen geschürt, die es ab jetzt zu erfüllen gilt. Für den europäischen Teil der Tour bringen Metallica dafür eine völlig andere Bühnenproduktion mit als in den USA. Sie stammt aus der Glasgower Kreativ-Schmiede Tait. Dort geht man mit dem gleichen Anspruch der Einzigartigkeit an ein Projekt wie schon vorher für Lady Gaga, Queen und Roger Waters. Auch für Metallicas 3D-Kinofilm Through The Never hatte Tait 2012 sämtliche Show-Effekte designt und davor u.a. die schwebenden Särge der „World Magnetic“-Tour konzipiert. Fünf Jahre später nun hat die Firma Tait für Metallica eine weiße 170-Quadratmeter-Bühne ersonnen, über der 52 magische Würfel schweben. Sie zeigen entweder Metallicas Live-Visuals, die Band in Aktion oder auch die Fans beim Ausrasten. Visuelles Entertainment ist bei der größten Metalband der Welt längst nicht mehr wegzudenken. Technologisch gehen Metallica dabei immer mit der Zeit.

Spezialeffekte…und Metallica Family Values

Ein großes Highlight dieser Live-Show ist die Album-Single Moth Into Flame. Aus einer Öffnung im Boden erheben sich hier Dutzende Mini-Drohnen über den (sichtbar nachblondierten) Kopf von James Hetfield und schweben wie ein Schwarm Glühwürmchen über dem Schlagzeug von Lars Ulrich umher. Nach allerlei Formationsflug verschwinden die „Motten“ wieder artig im Bauch der Bühne – wirklich beeindruckend. Die hydraulischen Bodenluken, die sich während der Show öffnen, sind James Hetfield kürzlich in Amsterdam zum Verhängnis geworden. Sein unglücklicher Sturz in den Graben blieb zum Glück ohne größere Blessuren. Heute abend hat Hetfield mehr Glück. Und Spaß auch. Er und seinen Kollegen sieht man an, warum das Spielen auf vier Drum-Würfeln im Mittelteil von Now That We’re Dead derzeit zu den Lieblingsmomenten der Band gehört. Er bringt Abwechslung das Live-Programm einer Band, die sich einer fortwährenden Weiterentwicklung verschrieben hat. Metallica waren jedoch auch ohne Pyrshow und aufwändige Visuals immer schon eine unterhaltsame Live-Band. Den heutigen Abend macht James Hetfield unsterblich, als er einen 12-jähirgen David in der ersten Reihe vor 15.000 Zuschauern interviewt. Ob nun David seinen Vater auf Metallica gebracht hat oder umgekehrt, ist nicht abschließend geklärt. Dass die „Metallica Family“ sich um Nachwuchs keine Sorgen machen muss hingegen schon.

Lars Logic

Nicht ohne Akribie haben Fans die letzten Setlists der „WorldWired“-Tour studiert. Dass das Album Hardwired….To Self-Destruct ein echter Publikumserfolg geworden ist, bemerkt man auch an der hohen Anzahl neuer Tracks am heutigen Abend. Auch in Köln gibt es sechs aktuelle Songs (von insgesamt 18), die Metallica zwischen ihren unsterblichen Klassikern platzieren. Auch Metallicas Faible für Coversongs wird natürlich bedient – heute ist das Queens Stone Cold Crazy, das zum ersten Mal nach vier Jahren wieder den Weg in eine Metallica-Setlist gefunden hat. Lars Ulrich, dem Architekten des Live-Shows, ist dabei nichts heilig. Der ewige Rausschmeißer Seek And Destroy etwa funktioniert auch auf Platz drei eines Konzerts ausgezeichnet. Was Metallica aus zwei Shows in derselben Stadt machen, interessiert uns natürlich brennend.

Und deswegen gehen wir am Samstag gleich nochmal hin.

Setlist Köln, Lanxess Arena 14.9.2017

  1. Hardwired
  2. Atlas, Rise!
  3. Seek And Destroy
  4. Through The Never
  5. The Day That Never Comes
  6. No That We’re Dead
  7. Dream No More
  8. For Whom The Bell Tolls
  9. Halo On Fire
  10. Stone Cold Crazy (Solo Rob & Kirk)
  11. Creeping Death
  12. Moth Into Flame
  13. Sad But True
  14. One
  15. Master Of Puppets
  16. Blackened (Zugabe)
  17. Nothing Else Matters (Zugabe)
  18. Enter Sandman (Zugabe)

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